Documenta naturae 19: Fossile Araceen und Mikrofloren
Fossile Araceen und Mikrofloren
GREGOR, H.-J & BOGNER, J.: Fossile Araceen Mitteleuropas und ihre rezenten Vergleichsformen: 1-12, 6 Abb., 3 Taf.
FRYDAS, D.: Kieseliges Phytoplankton aus der "Oceanic Formation" der Insel Barbados: 13-16, 2 Taf.
FRYDAS, D: Sur quelques Ébriédiens du Pliocène du l’Ile d’Egine et de la Crète (Grèce): 19-22, 4 Abb., 2 Taf.
Kurzberichte:
MAI, D. H.: Neue Cyperaceen-Funde aus dem unteren Miozän von Delitzsch (DDR): 23, 1 Taf.
GREGOR, H.-J. & KLEIN-REESINK, J.: Ein Massenvorkommen von Caricoidea jugata (NIK.) MAI im Tagebau Ostheim der PREAG Borken (Untermiozän): 24-25, 3 Taf.

München 1984
ISBN 3-86544-019-3

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Zusammenfassungen:

Fossile Araceen Mitteleuropas und ihre rezenten Vergleichsformen
Vorläufige Ergebnisse einer geplanten Monographie fossiler Araceenreste sind hier vorgelegt. Drei neue Organgattungen Urospathites, Epiprannites und Scindapsites werden beschrieben. Die Neukombinationen der Typusarten Carpolithes dalgasii, Epipreninum ornatum und Epipremnum crassum zu Urospathites dalgasii, Epipremnites ornatus und Scindapsites orassus sind vorgenommen worden. Ökologie, Klimatologie und Stratigraphie der fossilen Arten im Vergleich mit den rezenten finden Berücksichtigung.

Kieseliges Phytoplankton aus der "Oceanic Formation" der Insel Barbados
Das kieselige Phytoplankton aus einer Probe der "Oceanic Formation" (Mitteleozän Spätoligozän) von der Insel Barbados im westlichen Atlantischen Ozean wurde auf seine Taxonomie und stratigraphische Verbreitung untersucht. Dies erfolgte hauptsächlich im Lichtmikroskop. Bei dieser Methode war es möglich, 17 verschiedene Arten von Phytoplankton studieren zu können. Die untersuchte Probe von Barbados wurde in die Corbisema hastata Zone-(Späteozän) eingestuft.

Sur quelques Ébriédiens du Pliocène du l’Ile d’Egine et de la Crète (Grèce)
Die Ebriiden sind ausschließlich marine, planktisch lebende Flagellaten (zwei rezente Gattungen: Ebria und Hermesinum) mit kieseligem Innenskelett, zwei ungleichen Geißeln und einem Zellkern. Das sehr kompliziert gestaltete Skelett wird aus dichten Kieselstäbchen gebildet. Bei manchen Formen zeigt es große Ähnlichkeit mit gewissen Dinoflagellaten oder Radiolarien.
Die Gruppe der Ebriiden erscheint plötzlich im Paläozan bei weltweiter Verbreitung und entwickelt sich rasch im Laufe des Tertiärs. Danach klingt die Evolution ab und lässt nur einige Gattungen zurück. Eine davon ist die Gattung Ebrin, die gegen Ende des Tertiärs erschienen ist. Fossile Ebriiden sind in Griechenland gefunden worden in diatomeenreichen mergeligen Schichten des unteren Pliozäns auf der Insel Ägina und in fein lamellierten Diatomiten des oberen Pliozäns vom Dorf Prassa bei Heraklion auf der Insel Kreta. In beiden Lokalitäten kommen sie vergesellechaftet mit Diatomeen und Silicoflagellaten vor.

Ein Massenvorkommen von Caricoidea jugata (NIK.) MAI im Tagebau Ostheim der PREAG Borken (Untermiozän)
Aus dem unteren Miozän von Delitzsch (DDR) wird eine neue fossile Art aus der Familie Cyperacee -Caricoidea deiicata - beschrieben, die nahe mit C. angulata CHANDLER und C. jugata (NIK.) MAI aus England und Eurasien verwandt ist.

Zeitschrift documenta naturae( ISSN 0723-8428 )

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