documenta naturae Nr. 164-1

Paläontologische Kurznotizen 1„
H. SCHÜTT: 
Variabilität und Verbreitung der neogenen Gattung Melanosteira OPPENHEIM 1891 (Mollusca: Prosobranchia: Melanopsidae) 
S. 1-7. , 1 Taf. 

R. FUHRMANN & H.-J. GREGOR:
Eine neue Gastropodenfauna aus dem würmeiszeitlichen Löß von Bobingen bei Augsburg (Bayern)
S. 9-12, 2 Abb., 1 Taf 

H.-J. GREGOR: Ein problematisches Fossil aus dem oberjurassischen Plattenkalk von Solnhofen (Bayern),
S. 13-15, 2 Taf. 

H.-J. Gregor: Bernstein – Mineral, Gestein oder was? S. 17 

H.-J. Gregor: The Ries-Impact (Miocene, S-Germany) and its effect on the vegetation of the Suebian Alb and the Molasse Basin,
S. 19-21, 1 Tab. 

H.-J. Gregor: Ein miozäner Eichenzweig aus dem Ober-Miozän von St. Bauzile in Süd-Frankreich, S.23-27, 3 Abb, 1 Taf. 

A. M. HEYNG & H.-J. GREGOR Ein lauroider Blattrest aus dem marinen Eozän von Rohrdorf im Chiemgau, S. 29-31, 2 Abb., 1 Taf 

A. M. HEYNG: Zwei Zähne des Riesenhaies Carcharocles auriculatus (BLAINVILLE) aus dem Spirka-Member der Adelholzen-Formation (Eozän) von Rohrdorf am Chiemsee (Süddeutschland), S. 33-35, 1 Taf

München 2007
ISBN 164-5

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Zusammenfassungen

Variabilität und Verbreitung der neogenen Gattung Melanosteira OPPENHEIM 1891 
E
s wird ein Überblick zu sämtlichen bekannten Arten von Melanosteira OPPENHEIM 1891, einer Melanopside aus der Gruppe der Prosobranchier gegeben, wobei die meisten Taxa aus dem Pliozän von Griechenland stammen Eine neue Gastropodenfauna aus dem würmeiszeitlichen Löß von Bobingen bei Augsburg (Bayern) In der jetzt bereits wieder aufgelassenen Kiesgrube Lauter in Bobingen (Abb. 1A,B) wurden bereits 2006 Reste vom Mammut und eines Wildpferdes geborgen, Seltenheiten im Pleistozän der Augsburger Region. In den darüberliegenden Schichten gab es dann unerwartet reiche Funde von kleinen weissen Fossilien, einer Fauna aus Lößschnecken. Die zuerst als arm angesehen Fauna mit nur einer Art Succinea oblonga wurde mit Peroxid weitergeschlämmt und im Laufe der Verarbeitung kamen dann massenhaft Individuen auch noch weiterer Arten zum Vorschein. Alle Funde sind im Vortragsraum der Fa. Lauter ausgestellt und sollen später an verschiedenen Standorten als Wanderausstellung gezeigt werden. Die Fa. Lauter war stets hilfsbereit bei der Bergung der Fossilien und hatte großes Interesse am Fortgang der Forschung in ihrer Grube – unser herzlicher Dank dafür. Man sollte sich wegen eines Besuches unbedingt bei der Anmeldung oder im Sekretariat der Fa. Lauter Beton melden und um Erlaubnis bitten. Dort kann auch die genaue Fundstelle erfahren werden. 

Ein problematisches Fossil aus dem oberjurassischen Plattenkalk von Solnhofen (Bayern) 
Aus der Sammlung WIED (Bullbuck 9, Neuburg/Do.) liegt ein hervorragend erhaltenes Fossil vor, das wohl als einmalig zu bezeichnen ist. Es handelt sich um eine normale Plattenkalkausbildung mit einem großen Kalzitbrocken darin. Das Mineral ist in Form eines Herzens ausgebildet und völlig durchsichtig im Licht. Die gewöhnlichen Lumbricarien sind ja ebenfalls aus Kalzit, wie auch viele andere Fossilien aus Solnhofen-Eichstätt. Man könnte nun im ersten Moment denken, auch das vorliegende „Fossil“ sei nur ein Mineral, allerdings gibt die Form doch zu denken. Man muss wissen, daß hie und da Innereien von Tieren umgewandelt wurden, ob nun Weichteile von Tintenfischverwandten oder von Fischen. Natürlich ist es ohne weitere Anhaltspunkte, z.B. Fischschuppen oder ähnliches, nicht möglich, genaue Aussagen zum Fossil zu machen. In Frage kommt meines Erachtens nur das Eingeweide eines Fisches bzw. eines anderen Wirbeltieres, damit ist aber eine mögliche Bestimmung schon am Ende. Da das Stück einfach herrlich für eine Ausstellung geeignet ist, vor allem mit einem Licht-Strahler dahinter, soll es hier kurz mitgeteilt werden. Es war bereits bei der Ausstellung der schönen Fossilsammlung des Herrn WIED im Neuburger Schloss im Jahre 2005 ausgestellt gewesen und ich hoffe, daß es weiterhin in einer musealen Zurschaustellung unterkommt. Es soll nicht unerwähnt bleiben, daß ähnliche Gebilde, aber nicht so ausgeprägt, schon öfters in den Plattenkalken von Solnhofen und Eichstätt gefunden wurden

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Palaeo Bavarian Geological Survey
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